Förderkreis Gedenkstätte
und Lernort Stadthaus

Aktuelles

12.07.2018: Auch die vierte Beiratssitzung hat keine wesentlichen Forschritte gebracht. Man dreht sich im Kreis und wiederholt immer wieder gegenseitig dieselben Argumente. Trotzdem ein kurzer Bericht:

01.07.2018: Als Reaktion auf die Online-Petition haben wir eine Zuschrift von Ragna Lüders bekommen, die wir mit ihrer Genehmigung hier wiedergeben: "...nun möchte ich mich doch zu Wort melden, vor allem um mich für ihr Engagement in dieser Sache zu bedanken. Ich finde es wichtig, dass das Bewusstsein für eine solche Ungeheuerlichkeit geweckt wird, und bedanke mich von Herzen, dass Sie sich in dieser Form dafür einsetzen. Nach dem Besuch in der 'Gedenkstätte' war ich geschockt! So hatte ich mir das, auch nach dem Lesen der Zeitungsberichte, nicht vorstellt. Von meinem Großvater Walther Lüders ist dort ein Foto aufgehängt und es ist erschreckend, wie unangemessen der Raum für eine Würdigung seines Mutes und seiner Entschlossenheit ist, für die er mit dem Leben bezahlt hat. Ebenso natürlich auch das Leid aller Anderen, die dort Erwähnung finden. Unerklärlich ist mir auch die Gestaltung der Schriftzüge, sowie der Name des Hotels. Tortue ist zwar fanzösich, ist aber leicht zu verwechseln mit dem englischen torture (Folter). Es fällt mir schwer vorzustellen, dass das ein Zufall ist. Es ist eine Schande für unsere Stadt, dass so etwas auf diese Weise möglich ist. Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Ragna Lüders" Vielen Dank!

28.06.2018: 20 Historikerinnen und Historiker aus der ganzen Bundesrepublik fordern in einen Offenen Brief an Bürgermeister Tschentscher einen angemessenen und würdigen Gedenkort in Hamburg und kritisieren die jetzige Lösung als nicht dem Kaufvertrag zwischen der Stadt Hamburg und Quantum entsprechend. Dieser Brief wurde erst veröffentlicht, nachdem der Bürgermeister zwei Wochen Zeit hatte, darauf zu reagieren. Er hat es nicht getan.

Ein vom Beirat gefordertes Spitzengespräch zwischen dem Kultursenator und der Geschäftsführung der Firma Quantum findet nicht statt. Stattdessen gibt es ein Treffen zwischen der Staatsrätin und der Projektentwicklerin der Firma. Das zeigt deutlich, wie mit den Vorschlägen des Beirates in der Kulturbehörde umgegangen wird.

23.06.2018: Sowohl die TAZ also auch die MOPO haben die Presseerklärung von Cornelia Kerth und Ulrich Hentschel aufgegriffen und gehen in ihren aktuellen Artikeln zu den Stadthöfen darauf ein. Die Links sind auf der Presseseite zu finden. Olaf Wunder geht in seinem Artikel auch auf den Namen des Hotels in den Stadthöfen ein. Es heißt französisierend "Tortue" und ist damit nur einen Buchstaben vom Wort "Tortur" entfernt. Eine weitere instinktlose Entgleisung des Quantum-Managements!

14.06.2018: Cornelia Kerth und Ulrich Hentschel (VVN-BdA) haben eine Presseerklärung zu Aussagen von Frau Krawehl veröffentlicht, mit denen sie in den Medien zitiert wurde:

18.05.2018: Nach der gestrigen Beiratssitzung eine kurze Einschätzung der aktuellen Situation und möglicher Perspektiven.

16.05.2018: Ulrich Hentschel hat uns einen Artikel aus der TAZ geschickt und dazu einen Leserbrief geschrieben. Beides findet sich auf der Presseseite.

03.05.2018: Aktuelle Medienbeiträge finden sich auf der Presseseite, Fotos von der Kundgebung am 02. Mai auf der Fotoseite.

02.05.2018: Die von der "Initiative Gedenkort Stadthaus" organisierte Kundgebung begann um 17:30, während sich die Kreuzung vor dem Turmhaus langsam mit Menschen füllte. In eindrucksvollen und teilweise auch sehr bewegenden Beiträgen wurde auf die Notwendigkeit eines angemessenen und würdigen Gedenkortes hingewiesen und deutlich gemacht, das das, was sich jetzt "Geschichtsort Stadthaus" nennt, diesen Anspruch in keiner Weise erfüllt. Auf der Kundgebung sprachen: Ester Bejerano, Vorsitzende des Auschwitzkomitees und Ehrenpräsidentin der VVN-BdA, Wolfgang Kopitzsch, Bunesvorsitzender des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS), Ruth Barriff aus Großbritannien, Tochter von Werner Stender, Martine Letterie aus den Niederlanden, Amicale Internationale KZ Neuengamme, Magda Wajsen aus Polen, deren Großvater von der Gestapo nach Neuengamme verschleppt wurde und Cornelia Kerth, Bundesvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA). Darüber hinaus wurde aus den Erinnerungen der Widerstandskämpferin Lucie Suhling und aus den Erinnerungen Werner Stenders an das Stadthaus vorgelesen. Durch die Veranstaltung führte Siri Keil und für den musikalischen Rahmen sorgte Karsten Glinski (Saxophon).

01.05.2018: Anlässlich der Eröffnung des Buchladens und anlässlich der internationalen Kundgebung der "Initiative Gedenkort Stadthaus" in unmittelbarer Nähe, schickt die Quantum AG einen Tag vorher über ihre Werbeagentur ein "Presseinfo" an die Medien. Auch dieser Text enthält wieder den Hinweis auf den "Beirat" als Expertengremium, das fachkompetent Quantum und die Kulturbehörde berät. Hierdurch soll der Eindruck erweckt werden, dass bei so viel Fachkompetenz schon alles seine Richtigkeit hat. Dass die Mehrheit dieses "Beirates" diese Vermengung von Buchhandlung, Café und "Geschichtsort" als unangemessen und unwürdig ablehnt, bleibt natürlich unerwähnt. Der Link zu dieser Presseerklärung findet sich auf der Presseseite.

26.04.2018: Nachdem die Online-Petition kurze Zeit deaktiviert war, ist sie jetzt wieder online. Die Initiative Gedenkort Stadthaus hat eine kleine Änderung im Petitionstext beschlossen. Als möglicher Träger eines würdigen Gedenkortes wird als Beispiel jetzt nur noch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme genannt, nicht mehr ein noch zu gründender Verein oder eine Stiftung. Nach dieser kleinen Änderung ist die Petition wieder online und wir bitten um eine weitere Verbreitung in Ihrem/eurem Umfeld oder Bekannentkreis. Trotz der vorübergehenden Deaktivierung haben wir inzwischen über 400 Unterschriften gesammelt. Am 2. Mai 2018 wird die Buchhandlung eröffnet, gleichzeitig wird auf den verbliebenen 70 Quadratmetern eine von einer Ausstellungsagentur gestaltete provisorische Ausstellung gezeigt. Zur Erinnerung: Am 02. Mai findet um 17:30 die Kundgebung mit internationaler Beteiligung an der Ecke Stadthausbrücke/Neuer Wall unter dem Motto: "Kosum statt Gedenken? Niemals!" statt. Wir hoffen auf eine breite Beteiligung an dieser Kundgebung, um Senat, Bürgerschaft und Quantum noch einmal deutlich zu sagen: So geht es nicht!

12.04.2018: Heute fand eine Begehung der Räumlichkeiten Stadthausbrücke 8a statt. Teilgenommen haben die Mitglieder des "Beirates" sowie Frau Krawehl, Frau Dr. Busse und ein Vertreter der Ausstellungsagentur Missal, Gies & Partner. Die Bauarbeiten für die Eröffnung der Buchhandlung sind in vollem Gange. Wie bereits befürchtet, hat sich deutlich gezeigt, dass für den Gedenkort viel zu wenig Platz vorhanden ist. Insgesamt sind die Räumlichkeiten sehr verwinkelt und unübersichtlich. Auch für die Buchhandlung mit Café ist der Platz sehr knapp bemessen. Der Seufzergang darf aus feuerpolizeilichen Gründen nur bis zu Hälfte betreten werden, da er am Ende durch eine Mauer geschlossen ist und somit nur ein Fluchtweg zur Verfügung steht. Außerdem ist er nur mit einem entsprechenden Transponder zugänglich. In seiner Enge und mit der niedrigen Decke wirkt er sehr beklemmend. Eine ideale Alternative wäre der ca. 500 Quadratmeter große Raum rechts neben der Buchhandlung (von der Straße aus gesehen). Er ist noch nicht verkauft oder vermietet, jedoch gibt es wohl schon Verhandlungen mit einem möglichen Interessenten.

03.04.2018: Interessant für die Auseinandersetzungen um das Stadthaus sind auch vergleichbare Gedenkstätten in anderen Städten. Hier einige Links:

29.03.2018: Bericht von der ersten Beiratssitzung:

12.03.2018: Einladung zu einer ersten Sitzung des "Beirates" am 28.03.2018. Mitglieder des Beirates sind:

Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS), Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB Hamburg), Förderkreis Gedenkstätte und Lernort Stadthaus, „Stolperstein“-Initiativen, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA), Prof. Dr. Hans-Jörg Czech (Direktor Museum für Hamburgische Geschichte), Herbert Diercks (Ausstellungskurator KZ-Gedenkstätte Neuengamme), PD Dr. Kirsten Heinsohn (stellv. Direktorin Forschungsstelle für Zeitgeschichte), Dr. Stephan Linck (Studienleiter Evangelische Akademie der Nordkirche), Dr. Miriam Rürup (Direktorin Institut für die Geschichte der deutschen Juden). Staatsrat a.D. Hans-Peter Strenge soll den Beirat zu moderieren. Von Seiten der Behörde für Kultur und Medien werden Frau Dr. Busse und Dr. Detlef Garbe (Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme) die Beiratsarbeit begleiten.

27.02.2018: Presseerklärung der "Initiative Gedenkort Stadthaus":

22.02.2018: Kurzer Bericht vom Treffen des Kultursenators mit Vertreter_innen von Opferverbänden, Geschichtswerkstätten, Initiativen und eingeladenen Einzelpersonen:

15.02.2018: Der Hamburger Historiker Dr. Jürgen Bönig hat uns eine Stellungnahme zur Veröffentlichung zugeschickt. Dabei beleuchtet er vor allem die Rolle des Architekten:

14.02.2018: Die "Initiative Gedenkort Stadthaus" hat ihren Flyer aktualisiert.

12.02.2018: Nachdem Quantum erklärt hat, die umstrittenen Schriftzüge am Eingang zum Stadthaus wieder zu entfernen, wurden sie jetzt über beiden Eingängen abgeschraubt.

09.02.2018: Den Förderkreis erreichte ein Brief von Antje Kosemund aus Österreich:

30.01.2018: An die 300 Menschen versammelten sich am 30. Januar 2018 vor den "Stadthöfen", um gegen die Kommerzialisierung der Gedenkkultur in Hamburg zu protestieren. Redner_innen auf der Kundgebung waren: Wolfgang Kopitzsch (AvS), Ilse Jacob (VVN-BdA), Ulrich Hentschel (Pastor i. R.), Prof. Dr. Ulrich Bauche (Sohn von A. W. Bauche), Marco Alexander Hosemann (City-Hof, Recht auf Stadt), Detlef Baade (Sohn von Herbert Baade) und ein Vertreter der Gruppe "Lelka und Mania". Rolf Becker und Sylvia Wempner trugen Texte aus den Erinnerungen von Lucie Suhling und Zeugenaussagen zur Ermordung von Alwin Esser vor. Durch die Kundgebung führten Siri Keil (Linke) und Cornelia Kerth (VVN-BdA)

30.01.2018: Hinterbliebene von Gestapo-Opfern haben einen Offenen Brief an den Senat der Stadt Hamburg verfasst:

29.01.2018: Die Kulturbehörde reagiert auf die Aktivitäten der Opferverbände und Initiativen. Es soll bei der verharmlosendenden Bezeichnung "Ort der Erinnerung" bleiben:

Am 15. Januar 2018 hat sich ein breites Bündnis von Organisationen und Einzelpersonen zusammengefunden, um sich als "Initiative Gedenkstätte Stadthaus" für einen angemessenen Gedenkort im Stadthaus einzusetzen. Es wurde ein gemeinsamer Aufruf für die Kundgebung am 30. Januar 2018 vor dem Stadthaus verabschiedet. Das nächste Treffen dieser Initiative findet am 5. Februar 2018 statt (Ort und Zeit unter "Termine").

10.01.2018: Nun ist es offiziell: Die Eimsbütteler Buchhandlung zieht in die Stadthöfe um:

Einige Dokumente aus den Vorjahren finden sich auf der Seite "Geschichte".